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Organisation der Wiederbewaldung mit CORPOAMAZONIA und dem kolumbianischen Militär

Dunkelgrün Projektvorstellung

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Aufkauf einer Fläche zur nachhaltigen Wiederbewaldung (10 - 30 ha)
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Zur Eindämmung der Entwaldung in rodungsgefährdeten Bereichen um Leticia sollen einige Hektar gekauft werden. Der Ausbau der mittlerweile über 30 Kilometer führt zur landwirtschaftlichen Nutzung und Rodung von schützenswerten Primärwald. Doch auch Sekundärwald ist als Pufferzone schützenswert, insbesondere mit Hinblick auf das angrenzende indigene Territorium der Murui, welches sich kaum einen Kilometer entfernt zur Ruta Nacional 85 befindet. Eine Publikation des Mundo Amazónico zählt 149 Dörfer der Murui um Leticia, welche in Subsistenzwirtschaft traditionell und schonend in Regenwaldgebieten leben. Ganz im Gegensatz zu den ersten Versuchen der Viehzucht zwischen der Ruta Nacional und dem Territorium.

Genau in diesem Gebiet wäre aus strategischer Sicht ein Landkauf also sindvoll und der Wald ist dort akut bedroht. Die Preise für einen Hektar belaufen sich auf etwa 1.000 bis 1.500$ und sind gefragt.

Bereits im November 2022 wurde gemeinsam eine Fläche von zwei Hektar auf dem Gelände einer lokalen Hochschule mit Açaí und Zeder aufgeforstet. Bei diesen Initiativen wird   die dem Umweltministerium zugehärige Organisation CORPOAMAZONIA regelmäßig durch das kolumbianische Militär in der Ausführung der Wiederbewaldung unterstützt.

Sowohl die Leitung als auch eine Koordinatorin von COPROAMAZONIA haben zugesagt ein gemeinsames Projekt zur Wiederbewaldung umzusetzen, sollte die ausgewählte Flöche langristig gesichert werden.

Außerdem sollen Kontakte zum Forschungsinsitut SINCHI genutzt werden, sodass das Projekt wissenschaftlich begleitet wird. Dabei soll ein Agroforest-Systeme realisiert werden, welches als ökologisch und ökonomisch interessantes Modell in dem Gebiet repliziert werden soll.

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Leticia, Kolumbien

Leticia ist die kleine Landeshauptstadt des gräßten kolumbianischen Departments namens "Amazonas" und zählt etwa 52.000 Einwohner. Die Stadt liegt am südlichsten Punkt Kolumbiens und ohne Zweifel im Herzen des Amazonas. Leticia befindet sich in einem Dreiländereck mit Peru und Brasilien, was für eine vielseitige Kulinarik sorgt und den Ort zu einem auszgeichneten Ausgangspunkt für Tourismus im Amazonas-Regenwald macht. Das Leben in Leticia ist harmonisch und die Bewohner*innen sind freundlich. Im Sonnenuntergang schwärmen Papgeien zu ihren Schlafplätzen und Tuk-Tuks aus Asien sind das Verkehrsmittel der Wahl. Eine hohen Militärpräsenz garantiert zudem die Sicherheit und man kann sich frei bewegen, auch ein Grenzübergang nach Peru oder Brasilien ist ohne jegliche Formalitäten möglich.

Aufgrund der Tatsache, dass Leticia nur über den Amazonasfluss oder über den Flughafen erreichbar ist, gab es bis dato vergleichsweise wenig Entwaldung in der Umgebung. Dies sieht auf der angrenzenden brasilianischen Seite anders aus und erste Versuche der Rinderzucht verbreiten sich über die Landesgrenze. Zudem wird eine über 30 Kilometer lange Straße von Leticia in den Regenwald ausgebaut. Erfahrungsgemäß hat dies mehr Rodungen am Rande der Straße und mehr Landnutzung von bewaldeten Gebieten als Konsequenz.

Glücklicherweise werden Umweltschutz und Indigenen-Rechte im kolumbianischen Amazonas umfassender durchgesetzt als im angrenzenden Peru oder Brasilien. Zwei wichtige staatliche Institutionen mit Standorten in Leticia sind das kolumbianische Forschungsinsitut SINCHI sowie die Umweltschutzorganisation CORPOAMAZONIA. Beide werden vom jeweiligen kolumbianischen Ministerium für Bildung und Forschung bzw. für Umwelt finanziert.

Zwar stellt die linke Regierung von Gustavo Petro den Schutz des Amazonas-Regenwaldes politisch in den Vordergrund, doch bestätigen die offiziellen Zahlen des Umweltministeriums gerade im Department Amazonas eine gestiegene Entwaldungsrate.

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Das kolumbianische Militär forstet auf

Das in Leticia stationierte 50. Infanterie-batallion unterstützt regelmäßig die Wiederbewaldung vor Ort. Denn neben der Verteidigung des Landes gehört auch der Schutz dessen Ressourcen zum Aufgabengebiet des kolumbianischen Militärs. Aus diesem Grund werden Material und Soldaten für Wiederbewaldungsprojekte zur Verfügung gestellt. Ebenfalls wird der Umweltschutz von den Kommandanten in Zusammenarbeit mit den Zivilisten begrüßt, um das Militär der Bevölkerung näher zu bringen.

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